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10 December 2011 @ 01:49 pm
Der Hauch des Winters  

Thiel entdeckt die kalte Jahreszeit.

Rating: G
Wörter: ~ 1600
Warnungen: Winterkitsch mit Puderzucker
Disclaimer: Alles pure Fanfiction, an der ich nichts verdiene.
Beta: Tausend Dank an das Bommelchen, das spontan als Notfallbeta eingesprungen ist und ganz viele tolle Anregungen und Ideen mitgebracht hat. Du bist die Beste! ♥




Der Hauch des Winters


Der Winter ist eigenartig. Die Kälte hat die Natur eingefroren, sie sieht aus wie eine alte, verblichene Fotografie. Alles riecht nach Wasser. Auf dem Land werden die Gerüche schwächer, in der Stadt werden sie stärker. In der Einkaufsstraße brutzelt der Maronenmann seine Kastanien über dem offenen Feuer, aber die meisten Leute gehen achtlos an ihm vorbei. Nur ein kleiner Junge steht in einiger Entfernung an der Hauswand und sieht mit großen Augen herüber.

Thiel lehnt sich gegen die Beifahrertür des Taxis und schaut zu, wie der Maronenmann die Maronen wendet. Fast glaubt er, den würzigen Geruch wahrnehmen zu können, aber das ist bloß Einbildung, dazu steht er zu weit weg. Der Gestank, der aus der Motorhaube des Taxis aufsteigt, überdeckt ohnehin alles. Und trotzdem hat der Geruch nach Maronen sich in seinem Kopf festgesetzt, eine hartnäckige Kindheitserinnerung. Mit einem Mal muss er an den Jungfernstieg in Hamburg denken, er weiß nicht, wieso.

„So, da bin ich wieder.“ Herbert tritt zu seinem Sohn. „Na siehste, inzwischen hat der Wagen aufgehört zu qualmen. Der wird schon wieder, geht gleich weiter.“

„Gleich ist hoffentlich noch heute“, sagt Thiel düster. „Ich muss in die Rechtsmedizin, Vaddern, ich bin jetzt schon spät dran, und wenn du deine Karre endlich mal in die Reparatur bringst -“

„Ja, schon gut“, unterbricht ihn Herbert. „Im Alter hilft auch die Reparatur nicht mehr viel, was will man machen? Ist doch nicht meine Schuld. Hier, ich hab dir einen Glühwein mitgebracht. Trink ’nen Schluck, dann sieht die Welt gleich besser aus.“ Er streckt die Hand aus und hält Thiel eine dampfende Tasse vor die Nase. Die fruchtige Süße von warmem Glühwein weht ihm entgegen.

„Lass stecken“, murmelt Thiel und schiebt die Tasse von sich.

Herbert zieht ein enttäuschtes Gesicht und Thiel wendet den Blick ab. Auf der anderen Straßenseite hat sich ein Mann zu dem kleinen Jungen gesellt. Er trägt den gleichen weiß-grün-gestreiften Schal, lächelt ihm zu und reicht ihm eine Tüte mit Maronen. Die Augen des Jungen leuchten auf, sein Vater wuschelt ihm über den Kopf und darf dafür eine Marone von seinem Sohn stibitzen.

„Andererseits“, sagt Thiel, „was Warmes im Magen ist bei der Kälte sicher nicht schlecht.“ Er streckt die Hände aus.

Herbert grinst und reicht ihm die Tasse.


*


Am Ende fährt er doch mit dem Fahrrad zur Rechtsmedizin. Der Wind pfeift ihm um die Ohren und fährt unter seine Kleidung. Im Institutskeller ist es auch nicht viel wärmer. Fröstelnd schlingt Thiel die Arme um sich, während er die kahlen Gänge entlang schreitet. Seine Nase kribbelt, juckt, er schnieft und muss plötzlich niesen. Keine Erkältung, bitte keine Erkältung, betet er.

Er geht ein paar Schritte weiter, dann hört er eine Stimme und hält inne. Eine einzelne Frauenstimme, leicht und melodiös, und Thiel braucht einen Moment, bis er das Lied erkennt. Ohne die süßlichen Glöckchen und die Synthie-Begleitung klingt es seltsam reduziert. Es ist die Melodie des Weihnachtssongs, den sie seit Tagen in der Endlosschleife auf jedem Radiosender spielen, bis er sich totgelaufen hat und kalt klingt. Die Worte sind so bedeutungslos geworden, dass Thiel sie nicht einmal mehr hört. Was übrig bleibt, sind die Töne. Sie wirbeln durch den Kellerflur und machen ihn ungewohnt bunt und lebendig.

Ein warmes Kribbeln zieht durch seinen Magen und Thiel muss plötzlich grinsen. Er hat das eigenartige Verlangen, mitzusummen. Aber er möchte nicht stören und daher bleibt er auf dem Gang stehen, lauscht der Stimme bis zum Schluss. Erst, als im Obduktionssaal eine Tür zuknallt, verebbt die Melodie. Thiel setzt sich wieder in Bewegung.

„Oh, Herr Thiel.“ Frau Haller lächelt ihm entgegen, als er die Arbeitsräume betritt. „Tut mir leid, der Chef ist gerade gegangen. Jetzt bin leider nur noch ich hier. Sie sind etwas spät dran heute.“

Thiel hebt die Schultern. „Ansichtssache“, findet er.


*


Als er sein Büro betritt, denkt er zuerst, er sei im falschen Raum gelandet. Über dem Fenster hängt eine Lichterkette und auf seinem Schreibtisch steht eine Schneekugel mit einer Winterlandschaft. Die Glasscheibe zwischen seinem und Nadeshdas Büro ist mit glitzernden Papiersternen beklebt.

„Gefällt’s Ihnen?“, fragt Nadeshda, die ihm durch die Tür gefolgt ist. „Ich hab gedacht, so fällt das Arbeiten vielleicht ein bisschen leichter.“

„Muss das sein?“ Mürrisch beäugt Thiel die Dekoration. Das Phantombild des Verbrechers, das schon seit Monaten an der Glasscheibe hängt, trägt eine Sternenkrone, er sieht aus wie einer der Könige aus dem Morgenland. „Das ganze Gebammel lenkt mich eher ab beim Arbeiten.“

Nadeshda hebt die Schultern. „Ich kann’s gerne wieder abmachen, wenn Sie möchten“, sagt sie gleichgültig.

„Suchen Sie lieber die Adresse von unserem Verdächtigen heraus“, antwortet Thiel, während er sich durch die Papierstapel auf seinen Schreibtisch wühlt. Damit ist das Gespräch beendet: Nadeshda verschwindet ins Nebenzimmer und die Weihnachtsdekoration wird nicht mehr erwähnt. Den Vormittag über ist Thiel unterwegs, er untersucht die Wohnung des Mordopfers und befragt die Nachbarn. Den Nachmittag über sitzt er in seinem Büro und denkt nach. Zuerst blickt er zum Fenster hinaus, aber die Sonne verschwindet früh, so dass es schon bald stockfinster hinter der Glasscheibe ist. Thiel dreht sich auf seinem Stuhl herum und starrt stattdessen auf die Schneekugel auf seinem Schreibtisch. Im Inneren befindet sich eine nostalgisch gestaltete Landschaft: er erkennt drei Tannen, ein Knusperhäuschen und eine bauchige, bunt bemalte Figur mit Frauengesicht. Sie sieht aus wie eine Matrjoschka, wie jene russischen Spielzeugpüppchen aus Holz, in deren Innersten man nach dem Öffnen einen Satz an kleineren Gestalten entdeckt.

Vorsichtig dreht Thiel die Schneekugel auf den Kopf. Auf der Unterseite kann er einen blassen Schriftzug ausmachen. Nadeshda steht dort, die lateinischen Buchstaben ungelenk und wie von Kinderhand gemalt, fast verschwunden im Laufe der Jahre.

Thiel lächelt und setzt die Schneekugel zurück auf den Tisch. Als er sie umdreht, wirbeln die Glitzerflocken durcheinander und für einen kurzen Augenblick wird die tote Landschaft im Inneren wieder lebendig.


*


Auf dem Tischchen neben dem Kaffeeautomaten entdeckt er eine Schachtel, darin türmt sich ein Haufen großer, goldgelber Plätzchen, bestreut mit Puderzucker. Daneben liegt ein Zettel mit makelloser Schönschrift: Selbstgemachte Plätzchen für alle, fröhliche Weihnachten. Thiel greift sich im Vorbeigehen eine Handvoll heraus. Von einem beißt er ab. Es ist ziemlich hart und schmeckt nach Mehl und Butter, wie die Billigkekse aus dem Supermarktsonderangebot.

„Schmeckt’s?“, fragt eine rauchige Stimme hinter ihm.

„Ziemlich trocken.“ Thiel verzieht das Gesicht und wendet sich um. „Tja, selbstgemacht ist halt nicht immer besser.“

Die Miene der Staatsanwältin bleibt unbewegt. „Danke“, sagt sie.

Es dauert einen Moment, dann begreift Thiel. „Oh, ich … ich wusste nicht“, stottert er und macht eine verlegene Bewegung zu der Plätzchenschachtel herüber, „also, ich - ich hatte ja keine Ahnung, dass Sie so eine saubere Handschrift haben …“

„Ich hatte in Schönschreiben immer eine Eins“, sagt die Klemm. Ihr Blick ist streng, aber ihre Mundwinkel zucken. Thiel versucht, sie sich beim Plätzchenbacken vorzustellen, mit hochgekrempelten Ärmeln, mehlverschmierten Fingern und einer Schürze. Es gelingt ihm nicht recht. In seiner Vorstellung trägt sie immer elegante schwarze Hosen, glattgebügelt und fleckenlos, und die Zigarette hängt ihr zwischen den Lippen. Weil er nicht weiß, was er sagen soll, beißt er stattdessen erneut von dem Plätzchen ab. Auf einmal hat er statt trockenem Teig etwas Süßes, Klebriges im Mund, das nach Erdbeeren und Sommer schmeckt. Überrascht blickt er auf das Plätzchen herab. Es ist mit Marmelade gefüllt.

„Vergessen Sie Ihren Verdächtigen in U-Haft nicht“, sagt die Klemm. „Frohe Festtage, Thiel.“ Das Lächeln macht ihr Gesicht weicher, jünger.

„Frohes Fest, Frau Klemm“, antwortet Thiel mit einem Grinsen.


*


„Finden Sie es nicht auch interessant“, sagt Boerne neben ihm, „dass die Goten ihr Alter in Wintern gezählt haben? Je mehr Winter einer erlebt hatte, umso reifer, umso erfahrener war er.“

Thiel hört ihm kaum zu. Sein Kopf dröhnt und er ist sich sicher, dass es nicht vom Wein kommt. Draußen vor dem Fenster brennen die Straßenlaternen, Schneeflocken wirbeln durch ihr Licht und verglühen auf der warmen Fensterscheibe. Das Sofa, auf dem Thiel sitzt, ist so weich wie Butter, beinahe hat er das Gefühl, darin zu versinken.

„Thiel?“ Eine Hand stupst vorsichtig gegen seine Schulter. „Schlafen Sie etwa? Sie werden sich am Ende doch nicht erkältet haben? Die Farbe Ihrer Nase verleiht Ihnen eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Rentier Rudolph, wissen Sie das?“

„Hm“, macht Thiel und schließt die Augen. Er spürt, wie sich die Sofapolster neben ihm bewegen. Boerne steht auf, seine Schritte entfernen sich, kehren zurück, dann senkt sich Wärme über Thiel. Es ist eine Wolldecke. Sie fühlt sich rau und trocken an, ein wenig wie Gras im Sommer. Als er die Hände ausstreckt, um die Decke an sich zu ziehen, streift er Haut, die nicht zu ihm gehört. Ohne die Augen zu öffnen, schließt er den Griff um die fremden Hände und hält sie fest, nur für einen kurzen Moment. Sie sind kühl und glatt – Thiel denkt an Eiskristalle und löst den Griff wieder, bevor sie in der Wärme schmelzen.

Boerne räuspert sich und zupft die Wolldecke ein wenig zurecht. „Ist Ihnen immer noch kalt?“, fragt er.

Nein, die Kälte ist verflogen. Wie ein Kokon schließt sich die Wolldecke um Thiel, er fühlt sich träge und schwer. Ob Boerne ihm erlauben würde, auf seinem Sofa einzuschlafen? Vielleicht, Boerne ist sehr eigenartig heute, aber Thiels Gedanken sind zu schwer, als dass er sich lange darüber wundert. Der gesamte Winter ist eigenartig, er stellt komische Dinge mit den Menschen an.

Draußen vor dem Fenster schneit es inzwischen dicke Flocken und die Natur verschwindet unter einem einheitlich weißen Teppich. Acker, Wiesen, Straßen, alles sieht gleich aus. Der Verkehrsfunk gibt Schneesturmwarnungen aus und rät den Menschen dazu, im Haus zu bleiben. Auf dem Land wird alles kälter und weiter, aber in der Stadt wird es warm und nahe.

Thiel rutscht noch etwas tiefer unter die Decke, bevor er einschläft.


*
 
 
Current Mood: jubilantjubilant
 
 
 
cricri_72: Wintercricri_72 on December 10th, 2011 02:35 pm (UTC)
Wunderschön wie immer :) Und eigentlich gar nicht kitschig, finde ich.

Meine eigenen Texte kommen mir da immer ganz platt vor im Vergleich ...

Bei uns scheint gerade die Sonne und es ist relativ warm, aber jetzt denke ich an Schnee und Kälte ... Mir gefällt, daß Du Thiel mit jeder der anderen Figuren eine eigene Szene gibst, und das jede dieser Szenen ihren eigenen Winterbezug und ihre eigene Stimmung hat, ohne sich zu wiederholen.

Bei der Szene mit Herbert bin ich richtig schwermütig geworden. Mein Vater lebt schon seit einigen Jahren nicht mehr, und wir hatten kein so einfaches Verhältnis. Jedenfalls bin ich sehr froh, daß Thiel den Glühwein am Ende doch noch genommen hat ...

Frau Haller singen zu lassen, finde ich eine schöne Idee. Tut sie das in einer der Tatortepisoden mal? Ich kann's mir jedenfalls gut vorstellen. Auch daß sie selbstvergessen einen kitschigen Weihnachtssong singt ;) Frau Haller & Herr Thiel sind für mich immer die natürlichen Verbündeten, weil sie beide unter Boerne zu leiden haben ;) Es ist schade, daß in der Vorlage die Beziehungen zu und zwischen den "Nebenfiguren" aus Zeitgründen meist zu kurz kommt.

Das Phantombild des Verbrechers, das schon seit Monaten an der Glasscheibe hängt, trägt eine Sternenkrone, er sieht aus wie einer der Könige aus dem Morgenland. „Das ganze Gebammel lenkt mich eher ab beim Arbeiten.“
O.K., das mit der Sternenkrone ging jetzt vielleicht wirklich ein wenig zu weit *kicher* - aber Thiel ist echt ein Muffel ;) Wo Nadeshda so nett zu ihm ist :)
Daß sie ihm ihre eigene Schneekugel auf den Schreibtisch gesetzt hat, finde ich unheimlich ... naja, niedlich (sorry, ich kann nicht anders). Jedenfalls hoffe ich, er revanchiert sich irgendwann noch.

Das Highlight in Sachen Humor war für mich die Szene mit Frau Klemm. Auch sehr stimmig, Thiel hat ja auch in der Vorlage ein beträchliches Talent, ihr gegenüber ins Fettnäpfchen zu treten.
Thiel versucht, sie sich beim Plätzchenbacken vorzustellen, mit hochgekrempelten Ärmeln, mehlverschmierten Fingern und einer Schürze. Es gelingt ihm nicht recht. In seiner Vorstellung trägt sie immer elegante schwarze Hosen, glattgebügelt und fleckenlos, und die Zigarette hängt ihr zwischen den Lippen.
Das Bild habe ich jetzt auch im Kopf :)

Naja, und die Szene mit Boerne ... was soll ich sagen. Warum krieg' ich sowas romantisches nicht hin *sigh* ;)

Auch hier noch ein kleiner Humorpunkt, Boernes äußerst sensible Feststellung - Die Farbe Ihrer Nase verleiht Ihnen eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Rentier Rudolph, wissen Sie das? :D

Das Bild mit den Eiskristallen ist wunderschön, aber mein Herz hast Du glaube ich mit diesem schlichten Satz gewonnen: Ob Boerne ihm erlauben würde, auf seinem Sofa einzuschlafen?

Jetzt fehlt mir zu meinem Glück nur noch der Schnee :)


Edited at 2011-12-10 05:19 pm (UTC)
CaraMelodi: tm tb gleecara_melodi on December 11th, 2011 01:51 pm (UTC)
Lieben Dank! :D Freut mich, dass es dir gefällt und dass du nicht den Eindruck hattest, die Szenen würden sich wiederholen ... ich hatte ein bisschen Angst, es könnte langweilig werden, da die einzelnen Teile ja doch immer nach demselben Schema aufgebaut sind.

Jedenfalls bin ich sehr froh, daß Thiel den Glühwein am Ende doch noch genommen hat ...
Ich auch. ♥

Es ist schade, daß in der Vorlage die Beziehungen zu und zwischen den "Nebenfiguren" aus Zeitgründen meist zu kurz kommt.
Dito. Es gibt zwar FF, in der man das ein bisschen ausbauen kann, aber ich würde gerne auch in der Vorlage mal andere Seiten von den Nebenfiguren sehen – "Mörderspiele" (Klemm) und "Fluch der Mumie" (Alberich) waren in dem Punkt eine schöne Ausnahme. :)
In "Mörderspiele" singt Frau Haller "Hey ho" und in "Fakten, Fakten" trällert sie "Diiiiiiieees irae" ... :D Aber ChrisTine Urspruch hat so eine schöne Sprechstimme, da kann ich mir vorstellen, dass man Frau Haller auch bei ernsthafteren Singversuchen gerne zuhören würde. <3

Und eigentlich gar nicht kitschig, finde ich.
Dabei habe ich doch extra den kitschigen Titel gewählt, um für den Inhalt vorzuwarnen. ;) Naja, vielleicht beim nächsten Mal ...

An der Stelle muss ich übrigens nochmal Danke sagen – ohne den Adventskalender hätte ich mich nicht getraut, so eine Geschichte hochzuladen. Die Aktion ist wirklich klasse! :D
tristraine: Weihnachtskugelntristraine on December 10th, 2011 05:02 pm (UTC)
Schlicht und einfach wunderschön! Ich freu mich richtig auf den 22.ten, um mehr von Dir zu lesen!
CaraMelodi: butterflycara_melodi on December 11th, 2011 01:52 pm (UTC)
Dankeschön!
Wunderschön, dein Icon! <3

califor_niacalifor_nia on December 10th, 2011 06:44 pm (UTC)
Was für eine wunderschöne Geschichte! Ich liebe diese leichte Melancholie, die überall mitschwingt... genau wie auch die verschiedenen Episoden von Thiel + jeweils einer anderen Figur, klasse Aufbau. Ich finde, das wird noch wunderbar verstärkt dadurch, dass die Geschichte im Präsens geschrieben ist!

Und das Ende, als Boerne so fürsorglich eine Decke über Thiel legt, aaaahh *dahinschmelz* Das war so schön, ich kanns nicht anders sagen. Genau wie auch die Szene mit Herbert, als Thiel den Glühwein doch noch nimmt, da hab ich mich richtig gefreut :)

Das nette Fettnäpfchen mit Frau Klemm ist auch köstlich ;-) typisch Thiel, da voll reinzutreten...

Freue mich schon auf weitere Geschichten von dir!
CaraMelodi: tm tbcara_melodi on December 11th, 2011 01:53 pm (UTC)
Lieben Dank für deinen Kommi! Eigentlich wollte ich mich zuerst bloß auf Thiel und Boerne konzentrieren, aber dann hat mich die "love actually is all around"-Stimmung gepackt und jede Figur musste ihren Auftritt bekommen. Naja, Boerne hat immerhin das Privileg, Händchen halten zu dürfen. <3 Und es freut mich sehr, dass dir besonders diese letzte Szene mit der Wolldecke gefallen hat, weil ich im Nachhinein den Eindruck hatte, das ist der schwächste Teil. :D Danke!
notcolourblind on December 10th, 2011 07:29 pm (UTC)
Ich kann mich nur anschliessen: wunderschön. :-) Dadurch, dass Du alle Sinneswahrnehmungen so lebendig einfliessen lässt, holst Du den Leser wirklich mitten in die Geschichte. Vielen Dank.
CaraMelodi: tm attractioncara_melodi on December 11th, 2011 01:54 pm (UTC)
Ich hab zu danken! :D
Die Idee, eine Szene zu jeder Sinneswahrnehmung zu schreiben, hatte ich aus einem anderen prompt (allerdings für nicht-fiktionale Texte) geklaut. Ich mag es in Geschichten, wenn nicht immer alles bloß über den Sehsinn läuft, das sorgt für mehr Lebendigkeit – einer der Gründe, warum ich deine FFs so gerne lese. <3 Lieben Dank!
storica_xstorica_x on December 10th, 2011 08:22 pm (UTC)
Eine so schöne Geschichte! Etwas melancholisch, aber nicht kitschig, und auf jeden Fall wehnachtlich-herzerwärmend. ♥

Schön, wie du die Freude des kleinen Jungen über die Maronen mit Thiels Reaktion auf "Vadderns" Glühwein gespiegelt hast. Da hat er sich ja noch mal richtig entschieden, unser guter Thiel. :)
Die singende Alberich - noch so eine leise, aber einfach wunderschöne Szene. Und Nadeshda hat es zwar mit der Deko etwas übertrieben, aber das mit der Schneekugel ist einfach lieb von ihr.
Thiels Fettnäpfchen gegenüber der Klemm - zum Schießen! :D Und genau dann beißt er auf die süße Marmelade - ♥! Ebenso wie Boerne und die Wolldecke - so eine angenehm müde, winterliche Geborgenheit.
CaraMelodi: nemorinocara_melodi on December 11th, 2011 01:55 pm (UTC)
Ui, Review mit Herzchen! ♥ Tausend Dank! "Herzerwärmend" war genau das, was ich im Sinn hatte. "Alle lieben sich und sind glücklich" ist für Münster vielleicht ein bisschen unrealistisch, aber mindestens einmal im Jahr muss es erlaubt sein. ;) Schön, dass es dir gefallen hat!
storica_xstorica_x on December 11th, 2011 06:13 pm (UTC)
> "Alle lieben sich und sind glücklich" ist für Münster vielleicht ein bisschen unrealistisch, aber mindestens einmal im Jahr muss es erlaubt sein. ;)
Wenn's der Dauerzustand in Münster wäre, wär's sicher schrecklich - aber einmal im Jahr, für ein paar Stunden, müssen Frieden und Versöhnung doch auch mal im Münsterland sein!

♥ gibt's, wenn ich meine begeisterten Gefühlsäußerungen nicht mehr in Worte fassen kann. ;)
veradee: TM - träumveradee on December 10th, 2011 09:14 pm (UTC)
Ganz wundervoll!

Die Stimmung des ganzes Textes wirkt irgendwie sehr verhalten, als ob alles ein bisschen eingeschneit wäre, aber gerade das macht einen großen Reiz aus.

Gefallen hat mir auch, dass Stadt und Land wie in einer Klammer am Anfang und Ende Deines Textes auftauchen.

Ich habe mir übrigens Dein Video "Nature's Law" angeguckt: Perfekt!
CaraMelodicara_melodi on December 11th, 2011 01:55 pm (UTC)
Lieben Dank für die Komplimente zur FF und zum Vid! :D Die kurze "Kamerafahrt" über Stadt und Land war eigentlich nur ein Warmschreiben, das ich später löschen wollte, aber dann gefiel's mir ganz gut. Ich hab eine kleine Schwäche für auktoriale Perspektiven. :)
jacteest: icy treejacteest on December 10th, 2011 10:45 pm (UTC)
Sehr schön geschrieben, sehr Stimmungsvoll.

Die Szene im Institutskeller hat mir vor allem gefallen, wie die Stimme von Alberich Thiel berührt.

Hier hat's gerade angefangen zu schneien! Vielleicht doch noch weisse Weihnachten.
CaraMelodi: bohemecara_melodi on December 11th, 2011 01:56 pm (UTC)
Dankeschön! Bei der Szene mit Alberich im Institutskeller muss ich meine Beta nochmal dankend erwähnen. Ohne sie wäre dieser Teil niemals so gut geworden. <3

Ich bin neidisch auf euren Schnee! :D Bei uns ist er schon wieder geschmolzen. Hoffentlich gibt's ein europaweites weißes Weihnachten!
cricri_72cricri_72 on December 11th, 2011 02:44 pm (UTC)
Oh, wie schön - ich drücke die Daumen!

Hier ist es über Nacht zumindest kälter geworden, wir hatten Raureif und gefrorene Pfützen. Das war der erste Tag, der sich nach Winter angefühlt hat - wenn auch ohne Schnee.
heathersparrowsheathersparrows on December 11th, 2011 02:41 pm (UTC)
Ja, die Geschichte bringt einen doch richtig in Weihnachtsstimmung - und das Ende ist nicht schwach, sondern sehr gemütlich.
CaraMelodicara_melodi on December 11th, 2011 03:30 pm (UTC)
Lieben Dank! :)
nipfelnipfel on December 16th, 2011 12:47 pm (UTC)
Hach... ich musste erstmal seufzen, dann kann ich besser überlegen, was ich oder wie ich eine Review schreiben kann. Cara, das ist mal wieder so eine Geschichte wie ich sie sehr liebe. Da bleibe ich immer mit einem Seufzen zurück und es ist so schön melancholisch, aber wirklich schön und nicht so, dass man in Schwärze fällt und nicht mehr herauskommt, sondern eher so, dass man, genau wie Thiel, eingehüllt wird. Vielen Dank!

Ich finde es schön, dass die Geschichte kleinere Episoden erzählt und man sich als Leser mit Thiel auf die Spuren des Winters und der Weihnachtszeit machen kann. Durch die vielen kleinen Details wie den Maronenmann oder den Vater mit seinem Sohn, ja auch die Schneekugel (*seufz*) lädtst du sozusagen zusammen mit Thiel dazu ein, den Winter in Münster zu erleben.
Hat mir wirklich sehr gut gefallen und fluffig... tja, fluffig finde ich die Geschichte eigentlich nicht so sehr, eher nachdenklich und einfühlsam!
Wie gesagt, vielen Dank fürs Teilen!!
baggelibaggeli on July 20th, 2012 05:30 pm (UTC)
Hallo!
Obwohl ja grad Hochsommer *hust-hust* ist, bin ich durch das Lesen dieses einzigartigen Textes schwer in Weihnachtsstimmung gekommen. Jeder einzelne Part hat etwas für sich, du schreibst einfach wunderbar.
Am meisten hat mich aber der letzte Teil berührt, speziell diese Stelle: "...Ohne die Augen zu öffnen, schließt er den Griff um die fremden Hände und hält sie fest, nur für einen kurzen Moment. Sie sind kühl und glatt – Thiel denkt an Eiskristalle und löst den Griff wieder, bevor sie in der Wärme schmelzen..."
Also echt, ich weiß gar nicht, wie ich beschreiben soll, was ich daran so genial finde. Ich bin da irgendwie sprachlos!

Es wäre schön, wenn du uns weiter mit reichlich Futter versorgst.
Bis dann!
Baggi